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Yeezymanie in Hamburg

9. Juni 2009 Schuhe & Sneakers Judith

Kayne West und Nike und ein Schuh namens Yeezy – im Gegensatz zu Sneakersliebhabern auf der ganzen Welt brachte mich die Release des Schuh´s nicht in Wallung. Zu Air, zu groß, zu Kayne West.
Doch in Hamburgs Marktstraße sah man das wohl ganz anders.
Zum ersten Mal entstanden amerikanische Sneaker-Warteschlangen Verhältnisse, die sich direkt vor der Haustür meiner Freundin Jessica abspielten. Hier ihr “Erfahrungsbericht”  :-)

“Es ist Freitagmorgen der 5. Juni. Wie gewohnt stehe ich auf – naja, etwas später als sonst -, und mache mich bereit für den Weg ins Büro. Aus der Haustür raus, Treppe runter und schwupps befinde ich mich auf der Marktstraße. Mein Blick schweift über eine Gruppe Homies, die es sich vor meiner Tür in Liegestühlen gemütlich gemacht haben und nun die ersten Sonnenstrahlen erhaschen.
Hmmm….Morgenstund´ und Herumgehänge vor meiner Tür. Das passt nicht zusammen. Ich befürchte schon, um 4 Stunden verschlafen zu haben, kontrolliere meine Uhr und verstehe die Welt nicht mehr. Es ist 10 Uhr morgens ¬ eindeutig zu früh für junge Wilde, die wenige Stunden zuvor noch in den Clubs der Stadt anzutreffen waren.

Mein Alltag lässt mich diese Situation vergessen, als ich jedoch am Abend nach hause komme staune ich nicht schlecht über die wundersame Vermehrung der kleinen Gruppe vom Vormittag.  Mich erwartet ein Straßengelage. Doch für die übliche Demonstrationsrunde ist die Stimmung zu passiv. Wo sind die Parolen? Wo sind die Autonomen? Oder haben sie sich mit ihren Bierkisten und der Campingausrüstung einfach in der Adresse geirrt? Der Park liegt auf der anderen Seite.

Ich kann meine Neugier nicht mehr im Zaum halten und frage einen der Jungs was hier vorgeht. “Na, was machen wir den hier?” ist die Antwort. OK mein Anliegen wird anscheinend nicht ernst genommen.
“Guck doch auf die Fensterscheibe!”

Hmmm…, Ich gucke und lese “Yeeezyyyy” – und sehe einen schlichten Turnschuh.
Ich verstehe das was ich sehe, kann jedoch die seit heute morgen vorm Schaufenster sitzenden Jungs nicht damit in Zusammenhang bringen.

Plötzlich folgt eine wichtige Zusatzinformation von meinem plötzlich etwas informationsfreudigeren Gesprächspartner. “In Amerika haben die bis zu einer Woche vor dem Laden gewartet, gib mal
Yeezy bei youtube ein!”

Das tue ich und staune, wie eine Nike-Schuhrelease meine Umgebung so verändern kann. Nachts blicke ich aus dem Fenster, sehe den wartenden Jungs beim Feiern zu und fühle mich wie in New York

Am nächsten morgen blicke ich dann in Turnschuh träumende
Gesichter, die verstreut in den Hauseingängen liegen und auf die Öffnung des Ladens warten.
Ich freue mich und denke: “wo ist den nur diese so genannte Wirtschaftskrise?”

Text: Jessica Broscheit. Fotos: Sneakology

4 Kommentare to “Yeezymanie in Hamburg”


  1. meine güte was für opfer. am liebsten den ersten den ich mit son yeezy sehe, erschissen! (jennifer government, haha)


  2. @spanier: haha, du sollst ihn nicht erschissen (erschießen vielleicht) :) . konntet ihr kein bild von dem sagenumwogenem schuh machen? und wer hat überhaupt zeit vor nem shop zu campen?! sehr merkwürdig! danke für den bericht, hätte die meute auch gern besichtigt ;) .


  3. Boah,mehr Rechtschreibfehler ging wohl echt nicht.Es tat richtig weh,den Text zu lesen!!Also WENN man schon seine “Erfahrungen” freien Lauf lässt,dann bitte mit etwas mehr “Liebe zur Rechtschreibung”!!!


  4. Nina, danke für deinen Kommentar. Ich hoffe, der Text strengt dich jetzt nicht mehr allzu sehr an.
    Solche Dinge passieren nicht oft, können jedoch manchmal vorkommen. Ähnlich wie in deinem Kommentar.

    Ich freue mich über deinen Hinweis und hoffe, dich hier bald wieder mit weniger empörten Kommentaren zu treffen.

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