Versace´s einstweilige Verfügung gegen Filomeno Fusco
17. Dezember 2008 Accessoires & Schmuck
Der Hamburger Filomeno Fusco macht Kunst im urbanen Raum und des Öfteren von sich reden.
Im Rahmen seiner Bewerbung für das 29. Hamburger Arbeitsstipendium für Bildende Kunst hat sich Filomeno Fusco in traditionell-legendärer Manier humorvoll und kritisch mit der Gentrifizierung des Hamburger St. Pauli Viertels auseinandergesetzt (weiter nach dem Sprung) und sich mit seiner Installation eine einstweilige Verfügung aus dem Hause Versace eingehandelt.
Ein Versace Logo über einem mit einer Holzwand zugestellten Schaufenster. In einer der belebten Straßen, die das Schanzenviertel mit der Reeperbahn verbinden.
Dort, wo das Straßenbild bis vor einigen Jahren ausschließlich vom multikulturellen und generationenübergreifenden Miteinander geprägt war winken die lässigen Gentrifizierungssignale längst Veränderung herbei.
Junge Galerien öffnen neben türkischen Imbissen, der Blick schweift vom Obsthändler auf die übergroßen Glasfenster einer Agentur, der Plattenladen ist wenige Schritte von der ältesten Konditorei im Viertel entfernt und wer Latte Macciato trinken möchte hat mehr Cafés zur Auswahl als guttut.
Noch ist die Veränderung komfortabel – man hat alles, man bekommt alles, jetzt und hier und schnell – und all die American Apparel-Schals und Adidas Superstar´s schunkeln sich noch auf der Portugiesenmeile im Schanzenviertel herum.
Noch. Filomeno Fusco´s Installation bringt einen Vorgeschmack auf das, was Gentrifizierung in ihrer letzten Konsequenz bedeutet. Die Irritation ist groß. Passanten und Anwohner bleiben vor dem verbarrikadierten Laden stehen – in Ungläubigkeit vereint.
Es wäre spannend zu sehen, was in den nächsten Tagen passiert.
Wann prangt das erste große Graffiti an der Holzwand vor dem Schaufenster?
Wie lange wird das Logo noch an der Wand prangen?
Werden junge deutsche und türkische Mädchen versuchen, den Ladeneigentümer ausfindig zu machen um sich als Verkäuferinnen zu bewerben?
Leider werden wir keine Antworten auf diese Fragen finden.
Der Moderiese Versace hat Augen auf St. Pauli: die einstweilige Verfügung gegen die Installation zur Gentrifizierung in St. Pauli von Filomeno Fusco wurde bereits ausgesprochen und die Tage des Fake-Versace Logo´s sind gezählt.
**UPDATE 7. Januar 2008 ** Versace hat keine einstweilige Verfügung ausgesprochen & Filomeno Fusco hat mit seiner Aktion das 29. Hamburger Arbeitsstipendium für Bildende Kunst erhalten. Glückwunsch!**
Fotos via Spanier.










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Taffe Ansage für einen Montag.
Keine Sorge, What´s Wrong With The Zoo geht nicht steil Richtung Porno, sondern blickt zum Wochenbeginn ...
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HUCH! sag mal, hast du einen deutschen und einen englischen zoo? das ist ja abgefahren!! bin eben ausversehen auf whats-wrong-with-the-zoo.com gelandet und war ganz verwirrt.. haha…
Salut la Petite, ja, ich habe zwei Blogs
Lg, Judith
ha! das is ja mal wieder was! das schmecht der donatelle also gar nich zum frühstücksei im palazzo oder wat? ich hoffe, ich kann mir das am WE noch in live reinziehen – wohlwillstraße oder hein-hoyer?
Clemens-Schulz Straße
wie witzig ist das denn? filomeno war 3 semester mein dozent…
schade, dass das projekt vorzeitig abgebrochen wurde- solche spießer!
ha. hoffe das ist am freitag/samstag auch noch da. das will ich unbedingt sehen! ich finde es eine SUUUUUUUPER Idee. Hoffentlich hat Filomeno Fusco damit gerechnet!?
herrlich, dass du das heraus gefunden hast.
ich habe mich schon die ganze zeit gefragt was da los ist, sehr geile aktion.
[...] was coming to st. pauli. but nobody believed it, including me, so i was searching for an answer. on what’s wrong with the zoo, i found out that it is an art installation of hamburg based artist filomeno fusco. fusco wants to [...]
Moin, sehr schöne Geschichte. Nur das mit der einstweiligen Verfügung stimmt glaube ich nicht – jedenfalls hatt Filomeno Fusco gesagt, dass er nix von Versace gehört hat und das Logo hängt auch immer noch.
wohn quasi daneben. werd jetzt schnell nochmal ein paar sticker dran kleben. hab es fast kaum glauben können als ich es gesehen habe!
eine super geile kunst installation! hammer!
[...] Sonntag 4.1.2009 + + + Was aussieht wie ein Versace-Laden in der Clemens-Schulz-Straße ist eine Kunstaktion von Filomeno Fusco als kritische Anmerkung zur Gentrifizierung. Das Modelabel hat, so heißt es, schon eine [...]
***UPDATE***
Versace hat keine eintweilige Verfügung gegen die Kunstaktion ausgesprochen & Filomeno Fusco hat das 29. Hamburger Arbeitsstipendium für Bildende Kunst erhalten. Glückwunsch!
sorry, aber ich finde die aktion dämlich. lebe seit 20 jahren in der clemens-schultz-strasse – die bei weitem nicht reeperbahn mit der schnaze verbindet (mal in den stadtplan schauen?) – und genau so löchrig ist die installation. zwischen dönerbuden und kulturvereinen mit drogenverkauf, nagelstudio, sonnenbank und telefonladen, Ich-AG-cafes mit gut gemeintem service – nicht zu vergessen die geldwaschanlagen friseurladen und gemüseladen (das ganze stadtteil könnte nicht so viel gemüse essen) und der hasch-kurier im taxi-abstellplatz wären ein paar andere läden wirklich hübsch. aber das viertel wird nicht besser, sondern schlechter. der einzige buchladen hielt sich gerade mal drei jahre – vielleicht können die heutigen anwohner aber auch alle nicht lesen. das totschlagargument yuppisierung mag für andere stadtteile vielleicht angebracht und entsprechend eine solche installation passend. aber in der cl-sch-str. zeugt sie nicht von kenntnis der szene im quartier, wo die renovierung eines stinkenden hähnchengrills bereits als eine herausragende investition gelten muss.