„It`s, looking for someone who has something to say“. Die Antwort auf meine Frage, was Mode nach fast 30 Jahren noch spannend für sie macht ist klar und knapp und liefert mir zugleich eine treffende Zusammenfassung des 40-minütigen Gespräches mit der wohl ältesten und berühmtesten Modebloggerin der Welt. Für Two for Fashion interviewte ich Diane Pernet, die Grande Dame der virtuellen Modewelt, die zwar als Trend-Aufspürer verehrt wird, die jedoch selbst Trends als irrelevant empfindet.
Für Diane Pernet ist Mode weit mehr als Bekleidung. Sie ist Ausdrucksform, Kultur und Kunst, deren Sprachen so vielfältig sind wie die der mythischen babylonischen Verwirrung. Um Talente gehe es – unwichtig hingegen sei, woher sie kommen, ob sie an renommierten Schulen abgeschlossen oder einen berühmten Namen tragen. Es gehe um Talente, die es zu finden und zu fördern gilt.
Und die große Chance, die die Modewelt nun habe, sei, dass durch die Schnelligkeit des Internets und das verstärkte Auftauchen von Modeblogs gerade jenen Talenten, die im kommerziellen Kontext zunächst kaum Beachtung fänden, eine Lobby zu geben. Und das verändere die Modewelt, so die interdisziplinäre Multitaskerin, die ihr Leben der Mode verschrieben zu haben scheint und hier jenen, die sie nicht kennen, ihre Berufe erklärt: (more…)
Auf deutschen Blogs lesen wir derzeit von den besten Brautkleiddesignern, werden aufgeklärt über die Do´s und Don´ts bei der Garderobenwahl und erfahren, was es alles bei der Hochzeitsplanung zu berücksichtigen gilt. Kurzum: Die deutsche Blogosphere ist im Hochzeitsfieber und Two for Fashion ist Schuld daran. Nach dem Erfolg der ersten Blogparade zum Thema “Green Glamour” riefen Kathrin und Mahret erneut auf, das Thema “Hochzeit” gemeinsam zu behandeln. Ich habe mich dieses Mal auf die Suche nach den ungewöhnlichsten Brautkleid-Kreationen gemacht und wünsche gute Unterhaltung.
Durch die YSL Retrospektive in San Francisco´s De Young Museum erregte das über 40 Jahre alte Cocoon Hochzeitskleid von Yves Saint Laurent erneut Aufmerksamkeit Der im letzten Jahr verstorbene Meister zitierte mit diesem ungewöhnlichen Werk nicht nur die Handarbeitskunst der letzten Jahrhunderte, sondern schafft eine Kleid gewordene Metapher für das, was eine traditionelle Hochzeit in den sechziger Jahren für eine Frau bedeutete.
Wer hätte gedacht, dass der Schlüssel zu einem mondänen Kleid in der Nähe des Putzeimers liegen kann? Ein Paradebeispiel für Hochzeitskleid-Kunstwerke aus gebrauchten Materialien liefert die britische Künstlerin Susie MacMurray. Für eine Ausstellung im New York City Museum of Art & Design kreierte die Künstlerin ein pompöses Kleid aus 1 400 Gummihandschuhen.
Hitchcock Remineszenz oder Vorschlag für unfrisierte Bräute? Leider konnte ich nicht herausfinden, welcher Designer hinter dem Kleid steckt und in welchem Jahr es entstand. Dennoch möchte ich euch dieses sehenswerte Modell nicht vorenthalten. (more…)