




Hätten mich die Köpfe von Rosie Kent und Liria Pristine nicht so auffallend rotrotrot und blondblondblond angeleuchtet – ich wäre achtlos weitergelaufen, nachdem ich an dem Fenster vorbeimarschierte in dem die beiden Ladys im Rahmen einer Ausstellung zur Berlin Fashion Week saßen. Stattdessen kehrte ich um – und wurde verzaubert.
Einen Hauch 20ger, Swing und Wasserwellen-Ära versprühend und zugleich mit einem koketten, kosmopolitisch-urbanen Charme ausgestattet, präsentierten mir Rosie und Liria ihre eigenartigen Strickschmuckstücke, die sich nicht nur auf dem Tisch vor ihnen, sondern auch an ihren Hälsen, Handgelenken und Schultern entlangschlängelten. Strickgeschmeide zum Umhängen, Anhängen und Drapieren – für mich bislang ein Gräuel, weil zu viel von allem. Zu viel Strick, zu viel Volumen, zu viel Extravaganz, zu viel Aufmerksamkeit.
Doch wider Erwarten sah der Schmuck an den lebenden, echten Frauen, die da vor mir saßen besonders und edel aus und begehrenswert, ja, gar charmant und unaufdringlich und gar nicht mehr ernst und über-künstlerisch, wie ich das so oft bei Strickschmuck empfinde.
Und so freue ich mich, euch heute das junge Schmucklabel Pristine Smut vorzustellen und hoffe,
die beiden Central Saint Martins Absolventinnen Rosie Kent und Liria Pristine brachten mit ihren Fenstersitzplätzen noch viele andere Köpfe zum Drehen.



Fotos via Pristine Smut.
Andere über Pristine Smut: The Coveted, Le Petit Graphiste, Blogue, fashionindie.