Patrik Budenz – Post Mortem
16. November 2009 Bücher & Magazine
Als ich vor einigen Tagen mit einem Freund über die Arbeit von Patrik Budenz sprach, fiel die Reaktion abweisend aus. Bilder von Toten interessieren ihn nicht und Kunst im Kontext Tod sei makaber. Heute wiederum, zum Jahrestag des Todes eines Kumpels ist eben jener Freund angeschlagen und eine pathetische Nachricht eines ernsthaft erkrankten Freundes, die aus meiner Sicht zum Pre-Trauern anstiftet, lässt ihn kentern. Während ich kopfschüttelnd daneben sitze und mich frage, ob Jungs wirklich so überdramatisch sein können –denn schließlich ist jener Kranke noch so lebendig, dass er lustig Emails rauspusten kann – werde ich in die kaltherzige Schublade gepackt. Dabei finde ich Todespathos Lebendiger einfach wesentlich makaberer als die sachliche Auseinandersetzung mit dem Tod. (Weiter nach dem Sprung) (more…)



















