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Maison Martin Margiela Artisanal Collection 2010

29. Januar 2010 Designer & Labels, Kunst & Mode Judith

Maison-Martin-Margiela_Haute-Couture_Artisanal_2010_rMaison-Martin-Margiela_Haute-Couture_Artisanal_2010_Maison-Martin-Margiela_Haute-Couture_Artisanal_2010_NlArtisanal Collection aus dem Hause Maison Martin Margiela heißt in dieser Saison zum ersten Mal nicht “handgemacht im Hinterzimmer”, sondern “couturesque hochgeschneidert”. Auch gut. Klar. Obwohl ich zugeben muss, die Luftballonexperimente und Papierwebereien der vonangegangenen Artisanal Kollektionen haben mir gerade deswegen gefallen, weil sie eher spielerische Experimente als laufstegtaugliche Vorzeigestücke waren.  Doch wenn Artisanal bei Maison Martin Margiela jetzt nicht mehr Basteln, sondern Couture ist, dann wünsche ich mir, das großartige Spiegel-Oberteil noch einmal in der aufgemotzen Outfit-Version. Hörste, Margiela?

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Schuhporn für Angstbefreite – Raphael Young

22. November 2009 Designer & Labels, Schuhe & Sneakers Judith

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Wenn Raphael Young sagt “This isn`t a clothing item” mag der in Seoul geborene Designer wohl recht haben. Seine Schuhkreationen als Accessoires zu betrachten, wäre purer Frevel. Die Dinger sind keine Outfit-Pimp Module, sie machen das Outfit. Und alles andere hat sich ihnen bitteschön anzupassen. Punkt. Doch seine Behauptung, er würde Couture Schuhe “urbanizen”, kann sich allenfalls auf seine erste Kollektion beziehen.

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Was uns der in Paris lebende Designer in seiner zweiten Kollektion präsentiert hat mit den gängigen Schuhdesign-Elementen, Plateau und geometrische Formen, zwar zu tun, ist jedoch vom urbanen prêt-a-porter soweit entfernt wie meine COS Jeans vom Luxus-Denim. Was wir hier sehen ist futuristische Fuß-Couture für Auserlesene. Während die Raphael Young`s Sommerkollektion noch viele Füße zieren konnte, zieht der Jungdesigner das Tragelevel seiner Schuhe in die Sphären angstbefreiter Modeexperten. Ich hingegen, bin etwas eingeschüchtert von diesen futuristisch anmutenden Stücken.

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Jum Nakao – Papier Couture

19. August 2009 Kunst & Mode Judith

Kunst, Kostüme, Design und Animation, die Darstellungsformen des kreativen Schaffens von Jum Nakao sind vielfältig und finden doch in der Mode oftmals einen gemeinsamen Nenner.
Auch wenn sie schon fast als „Oldies” zu bezeichnen sind, die fast unwirklich schönen Papierkleider des japanisch-brasilianischen Künstlers, so gehören sie für mich zu den herausragendsten Werken von Jum Nakao.

“A costura do invisivel”, was in etwa als, „Das Unsichtbare nähen” übersetzt werden kann, nannte Jum Nakao seine als Modenschau getarnte Papiermode-Performance im Rahmen der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung Paper Fashion in Antwerpens Modemuseum. (weiterlesen…)


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Scherer González @ Mercedes Benz Fashion Week Berlin

1. Februar 2009 Designer & Labels Judith
© stylemag.net/Aicha Reguieg

Den hohen Erwartungen die dem Design Duo Scherer Gonzalez als Couture Label auf der Mercedes Benz Fashion Week entgegengebracht wurden, konnten die Jungdesigner mit ihrer gestrigen Schau aufs Beste gerecht werden.
Die ungewöhnliche Designhandschrift des Designer-Duos mag Geschmacksache sein – unbestritten ist jedoch, dass Constanze G. González und Paul Scherer eine der liebevollsten und hochwertigsten Laufstegpräsentationen der BFW zeigten… (weiterlesen…)

Raphael Dallaporta – Unterwasserschönheiten

4. September 2008 Kunst & Mode Judith

Zugegeben, bislang ist mir der 28-jährige Fotograf Raphael Dallaporta nicht wirklich aufgefallen. Umso mehr staune ich beim Betrachten seiner Unterwasser-Inszenierungen von Modewerken von Christian Lacroix, Givenchy, Chanel, Marizio Galante und Giorgio Armani für´s Stiletto Magazine. Da hat der Pariser Jung´ja mal kräftig vorgelegt – schöner könnte die Darbietung auch nicht mit Topmodels und aufwändigen Locations sein.  Die Couture-Kleider sehen aus wie nicht von dieser Welt, ein bisschen wedelnde Alge und ein Hauch Blütenblatt. Raphael Dallaporta, ich freue mich auf weitere modische Inszenierungen deinerseits.
Wer´s nach New York schafft kann die Werke des den jungen Mannes aus Paris im Rahmen des Silverstein Photography Annual vom 06. September bis einschließlich 11. Oktober bewundern.

via Trendhunter

Die Icone und die Fakes – Coco Chanel und die Generation DIY

17. Juni 2008 DIY & Customizing, Designer & Labels, Kunst & Mode, Von Lesern empfohlen Judith

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Als Coco Chanel 1913 in Paris ihr erstes Geschäft eröffnete, vermutete wohl keiner, dass dieses Persönchen einmal eine der einflussreichsten Designer des 20. Jahrhunderts, eine Verkörperung der industriellen Revolution und eine Wegbereiterin für die Emanzipation der Frau sein würde.
Es waren die allgemein üblichen enggeschnürten Korsetts und die langen, mit Petticoats unterrüschten Kleider, denen Chanel im ersten Schritt den Garaus bereitete. Stattdessen führte sie einen eleganten und zugleich komfortablen, von der Herrenmode inspirierten Kleidungsstil für die Damen ein. Perlenketten, kantige Linien, gekürzte Röcke und Jersey als Basismaterial – das waren die ersten Elemente der Chanel-Signatur.
coco-chanel.jpg “Das kleine Schwarze”, gefeatured von der Amerikanischen Vogue, sorgte in der allgemeinen Öffentlichkeit für entsetze Aufregung – brachte Chanel im Jahr 1926 jedoch den internationalen Durchbruch. Ein Kleid, das sowohl am Tage, als auch am Abend tragbar, sexy und bequem zugleich, und dazu noch trägerlos und rückenfrei war? Für die Einen war es das It-Piece, für die anderen eine skandalöse Sensation. Und heute? Ist das kleine Schwarze eine Ikone, eine Legende, ein Must-Have.

Der Rest ist Geschichte – bis zu ihrem Tod im Jahre 1971 hatte Coco Chanel nicht nur ein internationales Modeimperium aufgebaut – sie hatte auch die Tore zur Welt der Haute Couture geöffnet.
Mit ihrem Lifestyle und ihrer zeitlosen Klasse, der intelligenten Art sich zu emanzipieren und den tragbar, eleganten Designs gilt Coco Chanel noch heute als prägende Figur in der Modeentwicklung und Stilbildung. Dafür kürte sie das Time Magazine zu einer der 100 einflussreichsten Personen des 20. Jahrhunderts.

Das Chanel Logo stammt nicht aus Coco´s Feder, sondern wurde von dem Eigentümer von, Chateu de Cremat entwickelt. Im klassischen Chanel Farbschema schwarz-und weiss und einer von Chanel´s wichtigsten Designrichtlinien folgend -”simplicity is the keynote of all true elegance”- entstand eines der bekanntesten Markenzeichen der Welt.
Das Chanel Logo, die reduzierte Farbpalette, die hochwertigen, traditonellen Materialien, Chanels einzigartige Designsprache und ihr Status als Modeikone sind die unsterblichen Schlüsselcodes, die heute noch Hersteller, Künstler, Designer und Möchtegerns für Fälschungen und Kunstwerke, Hackings und Re-Codings inspirieren.

Ich habe mich heute auf die Suche nach dem Chanel Logo gemacht. Billige Imitationen umging ich und fokussierte meine Suche auf Jungdesigner, DIY und Customizing Ideen.
Ich fand seltsames und spannendes, schickes und hässliches – sehet her, wie bunt die Chanel-Replica Welt ist. Was mich am Meisten erstaunte, war die Chanel-Tortenmanie. Es gibt hunderte Bilder mit Chanel-Torten im Netz….und ich frage mich: wer im Himmel freut sich an seinem Geburtstag über eine Chanel-Torten-Tasche, wenn´s nicht für eine Echte gereicht hat?

Fotos oben: Kunst vom frz. Künstler Zevs, via Art Magazine, Grabstein Installation der Künstlerin Laura Keeble, T-Shirt von Naco-Paris, Chanel Kuchen debbiedoescakes, T-Shirt von Cherrycore

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Transratfashion, ein Projekt von Kristofer Pateau

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T-Shirt von “Behind The Scenes”

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Flickr Photo by Sergio Sainz

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I´m not obsessed, The best of DIYchanel-hack_chanel-t-shirt_customiting_diy_chanel_cc_7.jpgchanel-hack_chanel-t-shirt_customiting_diy_chanel_cc_6.jpg
Ketten von Cherrycore and Flickr Photo by Pincurlsandpeacoatschanel-hack_chanel-t-shirt_customiting_diy_chanel_cc_2.jpgchanel-hack_chanel-t-shirt_customiting_diy_chanel_cc_3.jpg
Schmuck von Alex&Chloe, gesehen auf Counterfeit Chic

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Customized bag by maki squarepatch

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Cavalera Fake Chanel T-Shirt, gefunden auf Made in Brazil

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Sprrühschablonen von Pixplosion

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Gefunden bei Monsieur M

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Stickereien von personalizedwithluv

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Flickt Posting von rlkataja

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Tortentraum in Pink von Chantalscakecreations

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Noch so ein Chanek Kuchen von Dolcezza Custom Cakes

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Kuchen, Kuchen und kein Ende: Susie´s Scrumptious Sweets, Caketoppers, Counterfeitchic and hmhcouturecakes and cutoutandkeep

 

 

Berlin und Couture ist wie Paris und die Currywurst? Scherer González belehren uns eines Besseren

13. Juni 2008 Designer & Labels, Kampagnen, Von Lesern empfohlen Judith

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Berlin und Couture, das geht auf den ersten Blick zusammen wie Paris und die Curry-Wurst.
Bei genauerer Betrachtung mag dem geneigten Betrachter jedoch auffallen wie einfältig eindimensional dieser Gedanke sein könnte – und ungerecht – und langweilig – und überhaupt. Steht doch Berlin nicht nur für edgy Mode und elektronische Musikkultur. Steht Paris doch nicht ausschließlich für Defilees und renommierte Modehäuser.
Es ist an der Zeit, in Berlin mal genauer hinzuschauen und diejenigen ins Auge zu fassen, die auf den ersten Blick nicht ganz so „hineinpassen”, diejenigen, die sich abheben von der allgemein gängigen Modesprache der Stadt, diejenigen die etwas wagen, die tollkühn an die Zeiten anknüpfen in denen Berlin für Glamour, Stil und Extravaganz stand und nicht für „arm aber sexy”.

Es ist Zeit für Scherer González.
Ein junges Label, das ganz mutig eigensinnig von Berlin aus die große Mode macht, Couture mit Pret-a-Porter verbindet und derzeit im Ausland mehr Beachtung findet als in heimischen Gefilden. Schluss damit. Weshalb in die Ferne schweifen wenn das Gute doch so nah….
Constanze G. González und Paul Scherer lernten sich bei ihrem Modedesign Studium am Berliner Lette Verein kennen, gründeten 2004 ihr gemeinsames Label und erschaffen seitdem mehrfach preisgekrönte feminin-avantgardistische Kreationen die sanft und harmonisch scheinbar Gegensätzliches verbinden. So treffen Cyberspace-Ästhetik auf Rokoko-Charme, märchenhafte Elfenroben auf Bondage-Elemente, organisch fließende Formen auf Schnitte, die die Kurven beherrschen. scherergonzalezg9.jpgscherergonzalezg8.jpg
Neben großen Roben heben sich aufwendige Korsagen als Highlights aus der AW08/09 Kollektion hervor. Mit starker Taillierung formen diese den Körper der Trägerin und unterstreichen eine feminine Bewegungs- und Trageform. Eingeschnürt und zugleich aufgebrochen, voluminös und doch federleicht -die Korsagen sorgen in Verbindung mit zarten Materialien und den sanft wallenden Stoffbahnen der Abendroben für DIE Spannung und Kraft, die einer starken Kollektion innewohnt.

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Dass Scherer und González auch versiert und probierfreudig in der Be- und Verarbeitung ihrer Materialien sind, lässt das junge Designerduo ganz weit vorne mitspielen. Luxuriöse Materialien wie Duchesse-Seide, Kaschmir, Straußenfedern, Ziegen-, Schlangenleder und Lammnappa erhalten durch individuelle Bearbeitung wie z.B. spezielle Färbungen und Vintage-Waschungen eine außergewöhnliche Optik und einen einzigartigen Look. Gekrönt wird jedes Kollektionsteil durch aufwändige Details, sichtbar durch aufgefädelte vergoldete Schlangenwirbel, handbezogene Lederknöpfe oder die Verarbeitung von Ziegenvelour mit Taftplissee und Metallringen. Untypische Kombinationen, wie das Zusammensetzen von Seidensamt, Lammnappa und Chiffon kennzeichnen das Design von Scherer González, ebenso wie das bewusste Aufbrechen klassischer Schnitte.
Dass in ausgesuchten Werkstätten in Berlin und Brandenburg produziert wird setzt Scherer González das letzte Sympathiesternchen aufs Couture-Krönchen.

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Photos via Scherer González

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