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Samantha Cole – Avantgarde Amazonen

16. December 2009 Designer & Labels Judith

Samantha-Cole_Warrior_Fashion-Design_Samantha-Cole_Warrior_Fashion-Design_1357Kriegerinnen im Film und Kriegerinnen in der Mode haben zumindest eine Gemeinsamkeit: Sie sind sexy.
Doch während Hollywood-Amazonen in futuristischen Catsuits (oder wenns ganz schlimm kommt im Bikini und Hotpants) turnen müssen, mutet das Kampfkleid für den Laufsteg etwas intelligenter an. Skulpturaler Futurismus steht dabei hoch im Kurs und Samantha Cole kann in dieser Saison getrost als Gallionsfigur der Kampfgarderobe benannt werden.

Samantha-Cole_Warrior_Fashion-Design_1356 Inspiriert von Kate Beckinsale in Underworld, Tina Turner in Mad Max und Jane Fonda in Barbarella
schneiderte die ehemalige Burberry Designerin avantgardistische Kleidkunst mit Tragbarkeitsperspektive.

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J.W. Anderson – The Rattle Bag Collection

2. August 2008 Denim & Co, Strick Judith

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Brrr…fast glaubte ich, es bei J.W. Anderson mit Kreuzungskreationen eines Waldschrats mit alpenländischem Hornblasorchestern zu tun zu haben. Doch was wäre eine Designerkollektion wert, würde sie aus solch primitiven Inspirationsquellen schöpfen?

J.W. Anderson setzte seine Herbst/Winter Kollektion in Beziehung zu Russland. Zum Zarenreich und zum Kommunismus – und wo die genannt werden darf die mystische Gestalt des Grigori Rasputin natürlich auch nicht fehlen. Weil´s so schön ist bezieht Anderson auch gleich den ersten Weltkrieg und die Handwerkskunst des Eierlegers Peter Carl Fabergé´s in seine Kollektionsbeschreibung mit ein – und mir wird schon ganz schwindelig. Klingt plausibel, was Anderson so russisch inspiriert schreibt und kreiert, ich halte es an dieser Stelle jedoch kürzer: Die Bandbreite der Anderson´schen Kollektion reicht von experimentell-künstlerisch bis absolut alltagstauglich – Qualitätsarbeit, Handwerkskunst und die Verarbeitung edler Stoffe, hochwertiger Wolle und feinem Leder stehen in enger Verbindung zu den aufwändigen, detailreichen Entwürfen. Schmuck ist groß, markant und ausgeprägt  und untermauert den theatralischen Charakter Anderson´s Designs.
Mit seiner zweiten Kollektion katapultiert sich der 25-jährige Ire in die vorderste Reihe der europäischen Jungdesigner und zeigt  dass Kreativität, Freigeist und handwerkliches Können keine Frage des Alters sind.

Fotos via J.W. Anderson.

Andere über J.W. Anderson: Hommeboy, Pull Teeth, The Fashionisto, We are the Market.

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SIBLING – führt Strickmode auf ein neues Level

3. July 2008 Designer & Labels, Strick Judith

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Sibling knallt – gerade mal zwei Monate alt ist das Stricklabel für Herren und schon ist deutlich, wohin der Weg führt: nämlich ganz weit nach vorne.
Mit luxuriösen Materialien, schrillen Designs und Preisen, die mich schwindeln lassen, bringen die drei Designer Sid Bryan, Cozette McCreery und Joe Bates Strickmode für Herren auf ein neues Level.
Mit handbestickten Pony-Pullovern, glitzernden Leoparden-Twinsets und mit Pailletten übersäten Tops und Pullovern sind ihre Designs progressiv und avantgardistisch ohne bemüht auszusehen.
Ehre wem Ehre gebührt – ich verneige mich ehrfürchtig und verweise an dieser Stelle zum Hint Magazine. Dort könnt ihr ein ausführliches Interview mit den Londoner East-Endern lesen.sibling-progressive-knitwear-menswear-london_12.jpgsibling-progressive-knitwear-menswear-london_88.jpg

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Fotos via Sibling

 

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DIY und Customizing à la Maison Martin Margiela – Die Artisanal Kollektion

15. June 2008 Designer & Labels Judith

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Fotos via Maison Martin Margiela

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Nicht Kleckern – Klotzen!!! – Überdimensioniert, überspitzte Accessoires von Andrea Crews zum Bestellen

30. May 2008 Accessoires & Schmuck, Designer & Labels, Kunst & Mode Judith

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Die von der europäischen Modeavantgarde geliebten Enfants terribles Andrea Crews laden in gewöhnt heiterer-ironischer Manier ein, Körper, Kopf und Gliedmaßen in Szene zu setzen. Dabei bedienen sich Andrea Crews aller, wirklich aller Modestückchen, die uns zur Zeit in Clubs und auf der Straße begegnen. Ob Schal oder Schleife, ob Armreifen, Halsketten, Fliege oder Kragen – Andrea Crews haben sich jedes Accessoire vorgeknöpft – überarbeitet – überspitzt – und stellen die einzigartigen Stücke auf der eigenen virtuellen Verkaufsfläche modemutiger Kundschaft zum Erwerb zur Verfügung.
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Fotos via Andrea Crews

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Who´s that girl? – Mary Katrantzou sollte man definitiv im Auge behalten!

19. May 2008 Designer & Labels Judith

mary-katrantzou15.jpgmary-katrantzou1.jpgmary-katrantzou112.jpgmary-katrantzou4.jpgmary-katrantzou11.jpgmary-katrantzou1.jpgNach Mundi und James Francis Millar stelle ich hier ein weiteres Talent aus dem großen Meer der Jungtalente vor von dem wir in den nächsten Jahren wahrscheinlich noch einiges hören und sehen werden: Die 25-jährige aus Griechenland stammende Jungdesignerin Mary Katrantzou eröffnete die diesjährige Abschlussmodenschau des berühmten Central Saint Martin’s College und gewann mit ihrer A/W 2008 Kollektion den „Best Graduade“Preis im Rahmen der London Fashion Awards. Zu recht! Während ihre ehemaligen Kommilitonen mit überwiegend unspektakulären tragbaren, jedoch auch wenig gewagten Kreationen ihren Studiumabschluss feierten zeigte die junge Mary Katrantzou ein mutig-gekonntes Händchen für Farben, Formen und Materialien.

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Katrantzou´s Damenkollektion besteht aus schlichten, kaum freizügigen Jersey-Kleidern, die ihre Extravaganz und ihren Sexappeal erst durch auffällige, in sich stimmige Farbkombinationen, großformatige trompe’oeil Prints und überdimensionierte Schmuckstücke aus Holz und Metall erhalten.
Eleganz bekommen Katrantzou´s Kleider durch ihren schlichten Schnitt, der Sprung in die Avantgarde wird durch die gekonnte Verbindung von Schwere und Leichtigkeit erreicht. Während wuchtige Prints und solide Schmuckstücke eine plakative, massive Wirkung erzeugen, hauchen die frischen und heiteren Farbkombinationen den Stücken Lebendigkeit, Weiblichkeit und Eleganz ein.
Mary Katrantzou´s Stärken liegen unübersehbar im Umgang mit Farbe und Symmetrie und der geschickten Einbindung digitaler Prints in die Schnittführung ihrer Kreationen.
Als junge Absolvention „auf dem Markt“ hat man es nicht immer leicht. Selbst wenn man von Central St. Martin´s kommt. Mary Katrantzou hat mit ihrer Abschlusskollektion jedoch zahlreiche Experten begeistert und ich hoffe, sie bekommt die Möglichkeit, sich wie gewünscht, als selbständige Designerin zu etablieren und ihren sehr speziellen Stil weiterzuentwickeln.

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Fotos von Mary Katrantzou

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Dirty Glam by James Francis Millar – Ein junges Ausnahmetalent aus London

18. May 2008 Designer & Labels, Von Lesern empfohlen Judith

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Artikel über James Francis Millar beginnen gewöhnlich mit der Aussage „Alter sei nicht wichtig wenn es darum geht, ein guter Modedesigner zu sein”. Das ist schmeichelhaft gemeint. Doch ich meine, diese Aussage ist etwas schnellfertig und oberflächlich getroffen und bezieht sich einzig auf den Aspekt des Talentes. Gesetz dem Falle, man hat es mit einem 25-jährigen Ausnahmetalent wie Millar zu tun, spielt Alter meines Erachtens jedoch eine überaus große Rolle.
Betrachtet man die beiden Models, die Millars ausgelassene Kollektion präsentieren, in heiterer und unbeschwerter Selbstverständlichkeit sowohl im die oversized Strickpullover, als auch ins transparente Hemd und Pailettenkleid passen, so wird deutlich, für wen die Kollektion gemacht wurde.
Der ideale Träger James Francis Millar´s Mode ist Teil jener Generation in der Geschlechterrollen verschwimmen, in der alles möglich und noch viel mehr erlaubt ist. Eine Generation, die mit der Muttermilch jene Sorglosigkeit aufgesogen hat, die gebildeten Mittelschichtkindern so lange eigen ist, bis sie in das verbindliche Erwachsenenstadium eintreten. Eine Generation, deren Jugendlichkeit weit ins vierte Lebensjahrzehnt reicht und deren hedonistische Liebe zum Exzess ebenso präsent ist wie die Freude an Selbstinszenierung und -darstellung.

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Der in London lebende Central Saint Martin Absolvent James Francis Millar ist mit 25 Jahren ganz selbstverständlich Teil jener Generation junger Erwachsener, die unabhängig und selbständig Lebens- und Ausdrucksformen im urbanen Leben suchen und finden. Wie sonst lässt sich erklären, dass der junge Designer modische Tendenzen aus dem Milieu der Clubkultur so selbstverständlich unangestrengt aufgreifen und überspitzen kann. Die ausgelassene Überschwänglichkeit seiner Kollektion, die scheinbar mühelos pulsierende Prints mit traditionellem Strick verbindet, in der traditionelle und unkonventionelle Materialien eine raffinierte und zugleich optimistisch naive Mischung ergeben, kann nur in dieser Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit entstehen wenn man selbst diese generationsspeziefischen Attitüden kennt und lebt.

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James Francis Millar ist mit seinen 25 Jahren ein herausragender Modedesigner, der nicht nur scheinbar intuitiv Elemente moderner Clubkultur mit der Rock Glam der siebziger verknüpft sondern ein Designer, der den Bogen noch weiter spannt: die frühen Achtziger und die Art Deco Ära der Zwanziger, die Arbeiten der Künstler Jean Paul-Goude und Janine Janet zählen u. a. zu Millars Inspirationsquellen und werden in Millars eigenwilligen Kleidungsstücken zusammengeführt.
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James Francis Millar ist für mich ein Ausnahmetalent und ich stimme der Aussage „Alter ist nicht wichtig wenn es darum geht, ein guter Modedesigner zu sein” zu, ergänze diese jedoch um: „Manchmal ist ein bestimmtes Alter wichtig um auf ungekünstelte und authentische Weise Mode zu entwerfen, die die Grund-Attitüde einer Generation wiederspiegelt”.
Ich ziehe den Hut vor ihnen, Herr Millar.

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Photos via: James Francis Millar

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Hui-Hui – wenn sich Mode ganz leise mit Kunst kreuzt

24. April 2008 Designer & Labels Judith

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und dennoch tragbar und bemerkenswert unaufdringlich ist, dann heisst sie Hui-Hui. Die drei Textildesignerinnen Anne Schwätzler, Katharina und Johanna Trudzinski haben 2002 mit ihrem Label Hui-Hui einen Erfolgspfad eingeschlagen, der ihnen mittlerweile weltweite Reputation und Anerkennung einbringt.
Ihre Mode schreit nicht neonfarben laut, stülpt dem/der Träger/in keine Stilmütze über und kommt dennoch extravagant eigenwillig daher. Verspielt ohne in den Kitsch abzurutschen, detailreich ohne überladen zu wirken, mal folkloristisch, dann wieder puristisch – Die Mode von Hui-Hui lässt Raum und wirkt auf den ersten UND auf den zweiten Blick.
Zu kaufen gibt’s Hui-Hui u.a. in Berlin, Paris, Antwerpen, Amsterdam, Tokyo und New York. Rotterdam, The Hague, Arnhem, Amsterdam.
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Photo credits: Hui-Hui

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