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Kristyna Milde – Reinterpretationen

1. March 2009 Kunst & Mode Judith

Wer dachte, Hitchcock Barbie sei bemerkenswert hat Kristyna Milde´s Projekt cUMENI wohl noch nicht gesehen. Die tschechische Künstlerin stellte berühmte historische Gemälde mit Barbie Puppen nach um auf stereotype Darstellungsformen von Frauen damals und heute hinzuweisen.

Neben dem Aufruf, die Darstellung von Frauen als Objekte der Begierde und artifizielle Schönheiten einer kritischen Betrachtung zu unterziehen stellt die Tschechin außerdem die Frage, welche Konsequenzen das Spiel mit der Barbie Puppe für die junge Generation haben möge, welche Identifikationsmöglichkeiten dadurch geschaffen und welches Selbstverständnis diese jungen Mädchen entwickeln mögen.

Auch wenn ich diese eindimensionale Sicht Barbie = böse, reale Schönheit = gut, nicht teile, so finde ich den Ansatz, die Darstellung von Frauen, Schönheit und Weiblichkeit aus dem damals ins heute zu übertragen, spannend.
Viel mehr als die Kritik an der Darstellung der artifiziellen Frau als Schönheitssymbol hätte mich interessiert, wie sich die Abbildungen von Frauen in den letzten Jahrhunderten veränderten.
Doch das ist bei cUMENI Nebensache – wir haben es schließlich nicht mit einer wissenschaftlichen arbeit, sondern einem Fotoprojekt zu tun. Ein Besuch auf Kristyna Milde´s Seite sei herzliche empfohlen.

Photos via Kristyna Milde.

Kommentare (2)
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2 Kommentare to “Kristyna Milde – Reinterpretationen”


  1. irgendwie gruselig…


  2. Wie geil!

    Das gefällt mir außerordentlich gut!

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