Going Splatter
4. November 2008 Liebling der Woche
Werte Herrschaften – wie haltet ihr es mit stumpfen Narben, klaffenden Wunden und zerfetzten Körperteilen in Filmen?…
Ich gebe zu – sobald es blutig wird, geht meine Hand automatisch zu den Augen.
Jedoch nicht, um sie zu verdecken, sondern um durch die gespreizten Finger hindurch zu sehen.
Dämlich. Hilft aber.
Weil ich wissen wollte, wie die Welt hinter dem Splatter funktioniert, stattete ich Make Up Artist Patrick Mai einen Besuch ab. Patricks Spezialität sind Horror Make Ups, Splatter Szenarien und Wunden-Masken und es lag nahe, dass ich mir mindestens ein Two-Face Antlitz wünschte.
Aus Zeitgründen wurde nichts daraus – für eine 10-Minuten Narbe hat´s jedoch gereicht.
Wie das so funktioniert mit den Narben und dem Blut, seht ihr hier:
Eine übel riechende Paste wird als 2. Haut aufgetragen und trocken geföhnt.
Nach dem Trocknen wird die Pastenhaut aufgeschnitten, ausgefranst und bemalt, betropft, lackiert. 
An einer “normalen Wunde” arbeitet ein Maskenbildner gewöhnlich mehrere Stunden.
Arbeiten an Masken (die für komplexe Wunden verwendet werden) können mehrere Tage andauern.
Ich als Wunden-Laie war jedoch schon begeistert vom 10-Minuten Ergebnis und zog noch schnell Tänzer Viktor vor die Kamera.
Leider träumte er anstatt sich an die “Wir schreien wie im Horror-Film”-Absprache zu halten. 
Außer Narben, Blut und Spaß gibt´s im Studio Mai durchaus auch ernsthaft Ekelhaftes zu entdecken:

Fotos via Patrick Mai/Studiomai




















Die Serie “True Blood” von HBO ist in Amiland grade nen Hit. Blut, Splatter und energiesaugende Untote, kommt auch bald hier wieder voll in den Trend, wetten.